H.M.S. Ark Royal von Angraf reskaliert auf 1:250

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    • H.M.S. Ark Royal von Angraf reskaliert auf 1:250

      Hallo zusammen,

      Nach einer kleinen Pause, in der ich kartonistisch aber nicht untätig war, möchte ich heute mit meinem nächsten Baubericht beginnen.

      Bisher war bei meinen Projekten die graue Flotte unterrepräsentiert. Das will ich jetzt ändern. Die für mich faszinierendsten Schiffe sind Flugzeugträger. Somit will ich hier auch einen Flugzeugträger bauen. Ich möchte aber auch meinen Baustandards treu bleiben. Das heisst der Vergeichbarkeit wegen Maßstab 1:250 und kein Unterwasserschiff.

      Meine Wahl fiel auf den britischen Flugzeugträger Ark Royal und auf den Bogen von Angraf. Jedoch ist dieser gerade im Maßstab 1:200 gehalten, was mich dazu zwingt, die Bögen einzuscannen und auf 80% wieder auszudrucken.

      Mir ist durchaus bewusst, dass diese Methode einen Farb- und möglicherweise einen Qualitätsverlust mit sich bringen kann. Aber der Wille nach einem einheitlichen Maßstab für alle meine Modelle ist bei mir größer, als die Originalfarben möglichst zu erhalten.


      Bild 1: Der Bogen von Angraf

      Nun haben die Bögen von Angraf bei mir nicht den Ruf, dass sie allerkleinste Teile enthalten. Ich denke, dass der Bogen auch mit der Verkleinerung sich noch sehr gut bauen lässt.

      Erste Kontakte mit der Ark Royal hatte ich schon als Jugendlicher. Damals bekam ich ein Plastikmodell von Airfix im Maßstab 1:720 von meinen Eltern geschenkt. Es war damals schon ein formschönes Schiff.

      Ich verbaue heute meinen ersten polnischen Bogen. Daher weiss ich noch nicht, was auf mich zukommt. Neben den Skizzen gibt es leider nur eine Beschreibung auf polnisch. Ich hätte mir zumindest eine englische Beschreibung daneben gewünscht.

      Als zusätzliche Dokumentation habe ich über den Träger von Kagero ein Heft mit Risszeichnungen bekommen. Leider nicht mit 3D-Zeichnungen von diesem Träger. Aber diese habe ich dann im Internet gefunden. Durch die Neuregelung des Urheberrechtes bin ich mir aber unsicher, was ich hier noch zeigen kann.


      Bild 2: Das Heft mit Zeichnungen von Kagero

      Ich hatte dieses Heft in der E-Bucht etwas länger verfolgt. Der Einstiegspreis von etwa 80 € war mir damals zu teuer. Mit der Zeit war der Preis für dieses Heft auf das 10-fache angestiegen und ich hatte mich geärgert, dass ich nicht zu Anfang zugeschlagen hatte.

      Ein zufälliger Blick bei Amazon zeigte mir, dass dieses Heft dort für 17,95 € angeboten wurde. Da habe ich sofort zugeschlagen.

      Im nächsten Schritt in Kürze möchte ich tief in die Baudetails einsteigen.

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,
      das ist ein spannendes Projekt. Es ist zwar richtig, daß beim Einscannen der Bögen die Originalfarben abgeschwächt oder verfälscht werden. Doch nicht in allen Fällen ist das von Nachteil. Manchmal empfinde ich das Abschwächen recht knalliger Farben sogar als vorteilhaft.
      Ich wünsche Dir viel Spaß und gutes Gelingen.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wir leben in einer Welt worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht.
      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • @Kurt und Flens: Wir schauen einmal, welche Überraschungen wir noch erleben werden.

      Hallo zusammen,

      Es gibt Kartonbögen für Schiffe, da ist sinnvoll nicht nur das Schiff zu bauen, sondern auch die Ladung, die diese Schiffe transportieren. Ein Klassiker ist sicherlich die Autofähre. Hierbei sind die Autos nicht mehr Bestandteil des eigentlichen Schiffes, sondern für sich betrachtet ein eigenes Modell, was nichts mehr mit dem Schiff zu tun hat.


      Bild 1: Autofähre Uthlande mit Autos

      Sehr ähnlich verhält es sich bei der H.M.S. Ark Royal mit den Flugzeugen. Der Bau sicherlich ein Muss, haben sie mit dem eigentlichen Schiff nichts mehr zu tun.

      Ich habe bisher diese Ladungselemente immer wenn ich das Schiff fertig hatte, gebaut. Dann konnte man sie direkt an die richtige Position stellen. Der Nachteil bei einer solchen Vorgehensweise war immer für mich, dass ich gedanklich schon mit dem Schiffbau abgeschlossen hatte und meistens schon in Gedanken beim nächsten Schiff war. So war der Bau der „Ladungsteile“ teilweise doch eine Quälerei, zumal hier auch Massenbau umgesetzt werden musste.

      Das will ich bei der H.M.S. Ark Royal ändern und will die Flugzeuge zuerst bauen. So will ich mir die Vorfreude auf den Schiffsbau bis zum Start erhalten.

      Diese Vorgehensweise hat auch einen Nachteil. Was ist, wenn der Träger nichts wird? Dann ist zumindest mein nächstes Bauprojekt schon bekannt. (Flugfelddiorama) happy1

      Schauen wir uns zunächst einmal die Konstruktion an.


      Bilder 2 und 3: Konstruktion der Flugzeuge

      Als angebotene Flugzeuge in dem Bogen ist die Fairey Swordfish als einziger Flugzeugtyp vorhanden. Wie für diese kleinen Maßstäbe üblich erfolgt der Bau in Segmentbauweise, wobei zwei Segmente immer durch ein gemeinsames Kopfteil verbunden sind.

      Bei der Herunterskalierung der Flugzeuge habe ich dünneren Karton verwendet, als ich rechnerisch hätte verwenden müssen. So musste ich die Kopfteile ein wenig größer ausschneiden, als sie abgedruckt sind. Eine weitere Herausforderung war für mich genügend Klebefläche auf den Seiten der Kopfteile zu haben. Ich habe daher 6 (!) Lagen Karton aufeinandergeklebt und ich bin gut damit gefahren.


      Bild 4: 6-lagiges Kopfteil für Segmente des Flugzeugs

      So hatte ich am Ende eines Segments beim eingeklebten Kopfteil für das nächste Segment immer noch genug Klebefläche.


      Bilder 5 und 6: Ausreichende Klebefläche an den Seiten der Kopfteile für das nächste Segment

      Doch beginnen wir am Anfang. Ich habe alle Flugzeuge hinten angefangen und dann mich weiter nach vorn durchgearbeitet. Das war für mich am Einfachsten.


      Bild 7: Jedes Flugzeug habe ich von hinten begonnen und mich dann nach vorn durchgearbeitet

      Wenn ich mich einmal nach vorn bis zum Propeller durchgearbeitet hatte, dann war der Rumpf schon einmal fertig.


      Bild 8: Der Rumpf ist schon einmal fertig

      Danach habe ich mich an die Flügel gemacht. Beim Ober- und Unterflügel sind eine Kartonfüllung vorgesehen, um die Flügel plastischer aussehen zu lassen.



      Bilder 9 und 10: Die Flügel werden angefertigt


    • Die beiden Flügel wurden am Rumpf angebracht. Dann konnte ich die Haupträder setzen. Hinten wurden die Höhenruder noch abgestützt. Unten kamen noch Heckrad und Fanghaken an den Rumpf. Und auch der für die Swordfish so charakteristische Torpedo durfte unter dem Rumpf nicht fehlen.


      Bild 11: Die Unterseite des Flugzeugs

      Der Ober- und Unterflügel wurde in Richtung der Flugzeug Längsachse mit vier Kartonteilen verstrebt. Diese wurden paarweise untereinander mit 0,1 mm Draht, den ich schwarz eingefärbt hatte wiederum verstrebt. Und dann war er fertig, mein erster Flieger der H.M.S. Ark Royal.


      Bild 12: Mein erster Flieger ist fertig

      Anbei noch weitere Seitenansichten.




      Bilder 13, 14 und 15: Weitere Seitenansichten

      Jetzt brauche ich aber nicht nur einen Flieger, sondern ganz viele. Wieviele ganau hann ich noch nicht abschätzen, da ich die Decksgröße nicht genau kenne. So entschliesse ich mich rrst einmal ein Dutzend Flieger zu bauen.

      Ich kalkuliere einmal Spaßeshalber durch. Der Bau des Fliegers hat mich jetzt drei Abende an Zeit gekostet. Dann würde mein nächster Baubericht dann zu Ostern kommen, denn alle 12 Flieger fertig sind. happy1

      Spaß beiseite. Diese Flieger sind natürlich alle schon fertig. Ich habe sie in der Zwischenzeit gebaut, bevor ich überhaupt mit diesem Baubericht begonnen habe.


      Bilder 16 und 17: Meine Fliegerflotte

      Es ist aber durchaus noch möglich, dass ich den ein oder anderen Flieger mit eingeklappten Flügeln noch nachbaue. Der Bogen bietet auch die Möglichkeit, einen der Lifts so darzustellen, dass dieser in seiner unteren Position dargestellt wird. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

      Im nächsten Baubericht können wir uns dann wirklich dem Schiffsbau widmen.

      Gruß Axel
    • Moin Axel
      In einem Punkt muss ich dir aus meiner Sicht vollkommen Recht geben. Wenn ich ein Schiff fertig habe, ist der Flieger nachher nicht mehr so wichtig, weil ich schon in Gedanken beim nächsten Bau bin. Es ist dämm immer eine Quälerei einige dieser kleinen Flitzer zu bauen. Wenn wir selber ein Modell rauf oder runter skalieren sind immer erhebliche Qualitätsverluste beim Druck vorhanden. Die Farben sind nicht mehr so klar. Deswegen habe ich es schon unterlassen ein ganzen Modell neu zu bearbeiten. Das habe ich sogar einmal in einer guten Druckerei machen lassen, aber das Ergebnis hat mich auch nicht befriedigt, so das ich es jetzt nicht mehr mache.
      Das Bauergebnis deiner Flieger ist sehr schön.

      viele Grüße

      Otto
    • Hallo Axel,
      die Ark Royal ist natürlich schon interessant genug, aber dann zum Aufwärmen noch ein komplettes Geschwader zu bauen ist schon bemerkenswert. Die Doppeldecker sind toll geworden. Beonders faszinierend finde ich, dass du auch noch die Verspannungen angebracht hast und das bei 1:250. klasse1
      Viele Grüße
      Gerd
    • apfisdu1 wrote:

      Aber der Wille nach einem einheitlichen Maßstab für alle meine Modelle ist bei mir größer, als die Originalfarben möglichst zu erhalten
      Das ist bei mir auch so - habe ebenfalls noch einige Modelle im Stapel, die ich von 1:200 auf 1:250 herunterskalieren will.

      Die Fliegerlein sind Dir schon mal sehr gut gelungen, Axel - und für die "kleine Restarbeit" grins 2 drücke ich schon mal alle verfügbaren Daumen!

      Servus
      hvt
      Wenn das Glas halb voll ist, dann ist die Flasche halb leer....

      EIn Dilemma! grins 2
    • Moritzleo wrote:

      Wenn wir selber ein Modell rauf oder runter skalieren sind immer erhebliche Qualitätsverluste beim Druck vorhanden. Die Farben sind nicht mehr so klar.
      Serfaus, diese Aussage kann ich so aber nicht teilen, manchmal gilt sogar das Gegenteil : Farbfehler des Original oder Schwächen in der Farbverteilung habe ich schon des öfteren digital korrgiert, Fehler bei Verläufen von Paneelen mussten auch schon überarbeitet werden .... und und und.
      Im übrigen wurde hier das Modell in einen anderen Massstab skaliert, reskalieren bedeutet aber eher das eine skalierte Fassung auf den ursprünglichen Massstab zurücktransformiert wurde - gelle ...
      LG Klaus
      PS : viel Erfolg beim Bau des Schiffchens
      viderimus nil posse creari de nihilo
    • Hallo Axel,
      das ist ein schönes Geschwader. Das mit Gedanken beim nächsten Modell sein kenne ich nur zu gut, das Phänomen tritt bei mir immer am Ende eines Baus, zumeist bei der Takelage, auf. Dazu brauche ich keine Flieger.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wir leben in einer Welt worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht.
      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • apfisdu1 wrote:

      Erste Kontakte mit der Ark Royal hatte ich schon als Jugendlicher. Damals bekam ich ein Plastikmodell von Airfix im Maßstab 1:720 von meinen Eltern geschenkt. Es war damals schon ein formschönes Schiff.

      Ich kenne das Airfix Modell, dasselbe hatte ich auch als Jugendlicher.
      Und Du hast Recht, es war ein sehr formschoenes Schiff.
      Freue mich schon auf Deine Umsetzung in Pappe toll wie souveraen Du die winzigen Flugzeuge einfach so runtergerasselt hast!
      Gruesse,
      Norm
      bä1

      Zehntausend Teile sind auch nicht schwieriger.
      Die dauern nur länger... les 3
      ______________________________

      Versemmelte Werke ach1
    • @Moritzleo: Der Ausdruck von Teilen des Flugdecks war in der Qualität wirklich ernüchternd
      @Flens: zu Befehl
      @SY 190: Ich denke der Begriff "Reskalieren" ist von der Betrachtungsweise abhängig. Angraf hat den Bogen auf 1:200 skaliert und ich habe ihn auf 1:250 reskaliert.
      @Kurt: Bei meinem letzten Modell (Preussen) war die Takelage eines der Hauptthemen. Da war ich gedanklich noch bei keinem anderen Modell
      @airgoon: Den Bau der Flugzeuge habe ich nicht heruntergerasselt. Zwischen Bauabschluss der Preussen und dem Baubeginn der Ark Royal lag eine Zeit von etwa 2 Monaten, wo ich keinen Baubericht gepostet habe. In dieserr Zeit habe ich die Flugzeuge gebaut. Die lange WArtezeit wäre für diesen Baubericht tödlich gewesen.

      Hallo zusammen,

      Jetzt nach vielen Vorarbeiten will ich mich direkt dem eigentlichen Objekt der Begierde zuwenden, dem Träger.

      Zum Bau muss ich dennoch ein paar Dinge vorweg schicken.

      Trotz der Verkleinerung hat der Träger immer noch eine Länge von mehr als einem Meter. Mit dieser Länge habe ich mich entschieden, den Rumpf auf eine Glasplatte aufzukleben, damit der Rumpf auch gerade wird. Als Glasplatte verwende ich eine mit einer Dicke von ca. 8 mm.


      Bild 1: Eine Glasplatte mit ca. 8mm biegt sich garantiert nicht durch

      Dicker hätte sie aber auch nicht sein dürfen, denn sonst wird sie zu schwer. Mit der Re-Skalierung werde ich alles neu ausdrucken müssen. Schauen wir uns einmal die Beschreibung an, welche Kartondicken (natürlich heruntergerechnet) wird benötigen.


      Bild 2: Benötigte Kartondicken

      Die Kartondicken werden im Bogen durch die Anzahl der *-chen angegeben.

      **** bedeutet 1,6 mm Kartonstärke

      *** bedeutet 0,8 mm Kartonstärke

      ** bedeutet 0,4 mm Kartonstärke

      * bedeutet 0,2 mm Kartonstärke oder weiss jemand, wie stark Bristolpapier ist?

      Dann gibt es noch Bauteile ohne *-chen. Diese verklebe ich unverstärkt.

      Jetzt muss ich mich darum kümmern, wie ich diese Kartonstärken erreiche. Für die ersten Bauschritte mit dem Rumpf verwende ich 160 g. Karton. Ich werde zuerst großflächige Verklebungen haben. Ich verwende hierfür Sprühkleber. Mit Sprühkleber habe ich beste Erfahrungen gemacht.


      Bild 3: Sprühkleber ist der geeignete Kleber für großflächige Verklebungen

      Der Sprühkleber (zumindest den, den ich verwende) hat zwei riesen Vorteile:
      • Der Karton schlägt keine Wellen nach der Verklebung
      • Die Trocknungsphase ist relativ zeitunabhängig
        Der Sprühkleber klebt nach 5 Minuten etwa genauso gut wie nach 10 Sekunden
      Dennoch muss man gerade bei kleineren Teilen aufpassen, denn der Sprühstrahl kann kleine Teile wegwehen und die „schöne“ Seite landet ausgerechnet auf der verklebten Fläche.

      Ich habe es bei den ersten Teilen mit dem Rumpf um Teile der Stärken 0,8 mm und 1,6 mm zu tun.

      Bei 160 g. Karton mit dem entsprechenden Sprühkleberaufschlag erreiche ich die 0,8 mm nach 4 Lagen Karton.


      Bild 4: 0,8 mm Kartonstärke sind nach 4 Lagen Karton erreicht

      Für 1,6 mm müsste ich das Ganze dann noch einmal verdoppeln. Das war mir aber zu aufwändig. Daher habe ich die 4 Lagen Karton einfach auf 0,8 mm Graukarton aufgeklebt, von dem ich genügend an Vorrat besitze.


      Bild 5: Mit zusätzlichen 8 mm Graukarton und den 4 Lagen komme ich dann auf 1,6 mm

      Längsspanten, Boden- und Deckenplatten sind in 0,8 mm Stärke ausgeführt. Die Querspanten kommen dann auf 1,6 mm.

      Nach eigenen Empfindungen und Kenntnis vieler in Deutschland aufgelegten Kartonbaubögen halte ich die Stärken für übertrieben. Einen Vorteil haben sie jedoch. Sie bieten viel Klebefläche.

      Fangen wir dann mit den Bodenplatten. Vervierfacht färbe ich jetzt die Ränder mit schwarzer Farbe ein, um spätere Blitzer zu verdecken.


      Bild 6: Möglichen späteren Blitzern beuge ich mit etwas Farbe an der Seite vor

      Dann ist es soweit. Ich befestige die vier Grundplattenteile mit Fixogum auf der Glasplatte. Fixogum besitzt den Vorteil, dass es sich bei einem späteren Fertigstellungsgrad des Trägers leicht von der Grundplatte lösen lässt ohne das Modell zu beschädigen.


      Bilder 7 und 8: Die Grundplatte ist gelegt

      Die Konstruktion des Bogens weist eine saubere Trennung von Unter- und Oberwasserschiff auf, sodass man zu jedem Zeitpunkt auch das (von mir nicht gebaute) Unterwasserschiff nahtlos dransetzen könnte. Im nächsten Baubericht geht es um die ersten Spanten und das unterste Deck.

      Gruß Axel
    • Hallo Axel

      beim Spantengerüst braucht man die Kartonstärke nicht mit dem Faktor 0.8 beaufschlagen, da es sich bei diesen Teilen ausschliesslich um Längentreue Elemente handelt (d.h. Längs und Querspanten). Dies gilt natürlich nicht für die Boden- bzw. Decksplatten, ist aber nicht so tragisch weil bei einer Sandwichlage gerade mal 0.4 mm mehr auftragen, was man bei diesen fetten Rümpfen wohl gut vernachlässigen kann.
      Bristolpapier(karton) gibt es je nach Hersteller in verschiedenen Grammaturen - beim Einkaufen habe ich deshalb immer meine Messlehre mit dabei um die Dicke zu messen. Die Verarbeitung von Bristolkarton mit einer Dicke von => 1mm ist mMn nur was für hard core Modeller...
      LG Klaus
      viderimus nil posse creari de nihilo
    • Hallo Axel,
      bei herunterskalierten Modellen habe ich beim Spantengerüst gute Erfahrungen damit gemacht, die Bogenteile mit Graukarton zu verstärken. Da kam ich dann auf eine Stärke von ca. 0,8mm, was ja dem gewünschten Ergebnis entsprach. Die zu verstärkenden Bogenteile hatte ich auf 80g Papier ausgedruckt.
      LG
      Kurt

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      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • @SY 190: Hallo Klaus,
      da gebe ich dir voll Recht. Bei Längs- und Querspanten kann die Dicke, solange die Stabilität nicht darunter leidet vernachlässigt werden.
      @Kurt: Hallo Kurt,
      bei den Lagen zu 160 gr. Karton habe ich mich mit dem Kleberaufschlag auch an die 0,8 mm herangetastet.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      Weiter geht es mit den Spanten oberhalb der Wasserlinie. Da diese Spanten bereits vor den Kommentaren fertig waren, habe ich sie in den heruntergerechteten Dicken prodziert. Der Längsspant ist wie bereits geschrieben 0,8 mm dick und die Querspanten sind 1,6 mm dick. Das Passverhältnis von der Breite der Grundplatte zu der Länge der Querspanten war relativ gut. Die Anpassungen, die ich machen musste waren alle unter 1 mm. Diese Differenz kann jedoch durch die Reskalierung auch hervorgerufen worden sein. Die Grundspanten sehen jetzt wie bei einem Schlachtschiff (Dickschiff) aus. Was ich bei dieser Konstruktion gegenüber den deutschen Bögen ein wenig vermisse, sind die Verbindungslaschen der Grundplatten. Aber lassen wir uns einmal auf dieses Experiment ein.


      Bild 1: Die untersten Spanten sind auf der Grundplatte

      Bevor ich das erste Deck draufklebe möchte ich noch Bleigewichte in die Spantenkonstruktion einkleben, die dafür sorgen sollen, dass das Schiff auch nach seiner Fertigstellung gerade bleibt und sich nicht verformt. Hierfür nehme ich Bleigewichte aus einer Gardinenschnur.


      Bild 2: Bleigewichte sollen dafür sorgen, dass das Schiff auch nach seiner Fertigstellung gerade bleibt

      Danach kann ich das erste Deck aufsetzen. Es bildet den unteren Hangar. Auf dem Deck ist eine schwarze Fläche dargestellt. Dieses bildet einen der Fahrstühle für die Flugzeuge ab. Diesen werde ich wahlweise später auch detaillieren.
      Auch hier gab es mit der Passgenauigkeit keine Probleme und ich musste hier nicht korrigierend eingreifen.


      Bilder 3 und 4: Das Grund-Deck ist drauf

      Im nächsten Baubericht setze ich das Spantengerüst auf diesem Deck fort.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      Jetzt wollen wir aus dem Schiff, das jetzt noch die Form eines Schlachtschiffs hat, einen Flugzeugträger machen. Dazu wird auf dem vorhandenen Decl noch einmal eine Spantenkonstruktion aufgesetzt.

      Ich beginne mit dem Mittelspant am Bug. Auch dieser mit vier Lagen Karton auf eine Dicke von 0,8 mm gebracht.


      Bild 1: Der vordere Mittelspant sitzt schon

      Das gleiche machen wir jetzt auch für den Heckbereich. Die beiden Spantenbereiche stoßen hierbei nicht direkt aufeinander, sondern werden durch einen Deckfahrstuhl unterbrochen, der detailliert werden kann, was ich mir später vornehmen werde.


      Bild 2: Der hintere Mittelspant wird solo aufgesetzt

      Ausgespart bleibt erst einmal der Fahrstuhlbereich.


      Bild 3: Der Bereich für die spätere Detaillierung des Fahrstuhls

      Jetzt werden die ganzen Querspanten aufgesetzt und man erahnt schon etwas von der späteren Rumpfform.


      Bilder 4 und 5: Die Querspanten sind jetzt auch drauf

      An einigen Stellen, wie z. B. hier am Bug lässt sich schon absehen, welche Herausforderungen mich erwarten werden.


      Bild 6: Neue Herausforderungen warten schon

      Im Gegensatz zu den amerikanischen Trägern war der Flugzeughangar der Ark Royal doppelstöckig.


      Bild 7: Doppelstöckiger Hangar

      An einigen Stellen ist das Spantengerüst aber noch nicht komplett, da erst Decks ausgestattet werden müssen, an die man später nicht mehr herankommt.

      Davon erzähle ich im nächsten Baubericht.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      Es geht am Heck weiter. Dort befindet sich eine beplankte Decksfläche, die „bestückt“ werden will.


      Bild 1: Zu bestückende leere Decksfläche

      Auf Deck kommen zwei Poller, ein Oberlicht, eine Winde und zwei Lüfter. Da das Deck überbaut ist, kommen an jede Seite 6 Stützen.




      Bilder 2 bis 4: Komplett bestücktes Deck

      Wie bereits beschrieben wird oberhalb des Decks eine Decke eingezogen. Im fertigen Zustand kann man das Deck nur noch von der Seite durch die Bordwand einsehen. Bevor ich die Bordwand später aufsetze versehe ich die offenen Stellen noch mit einer Reling.


      Bild 5: Durch die eingezogene Decke sieht man das Deck von oben leider nicht mehr

      Auf die aufgesetzten Spanten kann jetzt eine weitere Fläche aufgesetzt werden. Darauf wiederum kann ich das Spantengerüst zum Heck weiter fortsetzen. Hier ist zumindest von den Spanten die charakteristische Heckform der Ark Royal schon einmal erkennbar.


      Bild 6: Die charakteristische Heckform ist erkennbar

      Deutlich sieht man auch das bebaute Deck, was in das Innere des Schiffes „gewandert“ ist.


      Bild 7: Das bebaute Deck befindet sich jetzt im Schiffsinneren

      Im nächsten Baubericht bestücke ich das Deck im Bugbereich.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      Heute will ich das Deck am Bug weiter ausbauen. Zuerst einmal ergänze ich noch ein paar Spanten im Bereich zum Abschluss des Flugdecks. Hier ahne ich schon, dass ich später einmal sorgfältig vorformen muss.


      Bilder 1 und 2: Spanten zum Abschluss des Flugdecks am Bug

      Die Hauptarbeit besteht jedoch im Bestücken des Decks am Bug. Es befindet sich später unter dem Flugdeck. Ich habe einmal die Deckklüsen ausgestanzt, damit die Ankerketten hier sich dem Blick des Betrachters entziehen können. Da man später nur noch von der Seite reinschauen kann (und nicht von oben), habe ich darauf verzichtet, die Deckklüsen komplett plastisch auszuformen.


      Bild 3: Das Deck am Bug muss jetzt bestückt werden

      Im Folgebild ist die Bestückung abgeschlossen. Ich weiss nicht, ob die Ankerketten ein wenig zu klein sind. Aber wir schauen nur von der Seite rein.


      Bilder 4 und 5: Die Bestückung des Decks ist abgeschlossen

      Die Handräder im hinteren Bereich habe ich sogar als Ätzteile ausgelegt. Ob man das später noch erkennen kann, kann ich jetzt noch nicht beurteilen.


      Bild 6: Die hinteren Handräder sind als Ätzteile ausgelegt

      Probehalber habe ich das Deck einmal in den Bugbereich eingeschoben. So wird man dieses Teil aber später nicht sehen können. Es kommt noch ein Dach oben drauf.


      Bilder 7 und 8: Deck probeweise eingelegt in den Bugbereich

      Es kommt auf das Deck noch ein Dach und dann kann das Ganze wie eine Kassette in den Bugbereich eingeschoben werden.


      Bild 9: Das vordere Deck wird wie eine Kassette in den Bugbereich eingeschoben und verklebt

      Von oben ist nun wirklich keine Draufsicht mehr auf das Deck möglich.


      Bild 10: Die Draufsicht ist nicht mehr möglich

      Im nächsten Baubericht stelle ich den Flugzeughangar fertig.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      Der Bogen bietet einen der Aufzüge in der unteren Position darzustellen. Diese Möglichkeit will ich umsetzen. Ich habe aber zusätzlich die Möglichkeit, durch Auflegen des ausgeschnittenen Teils aus dem Flugdeck den Aufzug in seiner oberen Endposition darzustellen.
      Für die Darstellung des Aufzugs in seiner unteren Position wollte ich aber auch ein Flugzeug mit darstellen. Da der Aufzug recht schmal ist, hatten die Originale die Möglichkeit, die Flügel an den Rumpf zu klappen.


      Bild 1: Für die Darstellung eines Flugzeugs im Aufzug benötige ich ein Modell mit abgeklappten Flügeln

      Diese Darstellung mit den abgeklappten Flügeln ist authentisch. Das habe ich durch das Internet recherchiert. Die Hangars sind zweistöckig. Der Träger ist recht schmal. Der erste Stock ist hier schon fertig.


      Bild 2: Der erste Stock ist fertig

      Beim zweiten Stock fällt mir sofort ein Konstruktionsfehler auf. Das Stück mit den Führungsschienen gehört nicht an die hintere Wand, sondern an den Aufzug. (Hier werde ich an der Kante noch einmal ein wenig nachbessern müssen).


      Bild 3: Erster Konstruktionsfehler

      Dieser Fehler wird aber nicht weiter ins Gewicht fallen, da dieser Bereich durch das oben aufliegende Flugdeck überdeckt und damit unsichtbar wird. Es wird aber nicht der einzige Konstruktionsfehler bleiben, wie wir im nächsten Baubericht sehen werden.


      Bild 4: Der komplettierte Aufzug

      Damit schließe ich den Bau des Aufzuges erst einmal ab.

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,
      bei Flugzeugträgern spielt sich viel unterhalb des Flugdecks ab. Das Anbringen der Bordwände wird sicher recht spannend werden. Ich drücke weiter die Daumen.
      Das Flugzeug mit den angelappten Flügeln ist toll und ein zweistöckiger Hangar ist auch recht ungewöhnlich.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wir leben in einer Welt worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht.
      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • @Flens: Moin Jochen,
      ich bein einmal gespannt, wie sich das aufbringen der Bordwände macht. Dann wird sich zeigen, ob das Modell immer noch schön ist.

      @Kurt: Hallo Kurt,
      durch die extrem hohe Bordwand kann man wirklich von einem Angstgegner sprechen. Ich bin froh, dass die Bordwände in wirklich viele Teile aufgeteilt sind, sodass ich bei Bedarf ausgleichen kann. Wenn man Modelle mit einer durchgehenden Bordwand pro Seite hat, dann schleppt man ein Verziehen vom Heck bis zum Bug gnadenlos mit.

      Zum Baubericht:
      Hallo zusammen,

      im Rumpf der Ark Royal gibt es Mittschiffs Aussparungen, deren ersten Teil ich heute bauen will. Für die Aufnahme der Aussparungen sind auch in den Querspanten Aussparungen vorgesehen. Lediglich der Boden für die Aussparungen ist schon durch das Verlegen des unteren Decks vorhanden.


      Bild 1: Die Aussparungen werden entsprechend des freigelassenen Platzes der Querspanten eingefügt

      Zuerst will ich die Rückwand mit den Spanten verkleben. Da fällt auf, dass der Querspant W9b und die Rückwand 60P nicht recht zusammenpassen wollen. Auf dem Spant ist noch zu viel Material vorhanden. Für mich eine klassische Fehlkonstruktion.


      Bild 2: Querspant W9b eine klassische Fehlkonstruktion

      Dieser Fehler lässt sich durch Nachschneiden mit einem endlichen Aufwand beheben. Jedoch ist mir eines klar geworden.

      Dieser Bogen ist nie einem Kontrollbau unterzogen worden, denn sonst wäre der Fehler sofort aufgefallen und hätte korrigiert werden müssen.


      Bild 3: Fehlerstelle nach Korrektur

      Da später einmal alles von der Bordwand überdeckt sein wird, wird der Fehler später nicht mehr sichtbar sein.

      Für alle diejenigen, die dem Fehler vorab aus dem Wege gehen möchten, habe ich die Korrektur für den Schnitt markiert.


      Bild 4: Alternativer Schnitt für Querspant W9b

      Nach der Korrektur sind die Aufbauten und Trennwände der Aussparung problemlos baubar.


      Bild 5: Aufbauten und Trennwände sind jetzt problemlos einbaubar

      Es müssen jetzt noch Ottergeräte, Motoren und Poller eingesetzt werden, die ich im nächsten Baubericht vorstellen werde. Jedoch möchte ich schon einmal die Decke vorbereiten. Da die Aussparung teilweise zwei Etagen besitzt, ist dieses Teil auf der einen Seite die Decke für die untere Etage und zugleich der Boden für die obere Etage.


      Bilder 6 und 7: Vorbereitung Decke bzw. Boden der Aussparung

      Auf das entsprechend verstärkte Teil 60aP (Decke untere Etage) wird rückseitig das Teil 61 aufgeklebt (Boden obere Etage).

      Die Kleinteile stelle ich im nächsten Baubericht vor.

      Gruß Axel
    • @Moritzleo: Hallo Otto,
      aus unserer Sicht eigentlich unverantwortlich. Aber andere Länder andere Sitten. Und ich denke der Angraf / Answer Verlag hat nicht umsonst seinen Ruf.

      Hallo zusammen,

      zu den Kleinteilen. Ich habe mich zuerst einmal auf die Ottergeräte konzentriert. Ich habe mich sehr schwer getan. Nicht, weil mir Kleinteile nicht liegen würden. Ich hatte nur alle eingescannten Bögen im neuen Maßstab 1:250 auf 160 gr. Papier ausgedruckt. Gerade wenn man dann kleine Teile noch verdoppelt, dann entstehen bei dieser Kartonstärke Dicken, die man bei Kleinteilen nicht unterschätzen sollte.


      Bild 1: Die Ottergeräte in Bau

      Die Ottergeräte wurden bei der Fertigstellung noch durch einen 0,33 mm Draht ergänzt.


      Bild 2: Die fertigen Ottergeräte

      Vielleicht drucke ich Kleinteile in der Zukunft noch auf dünnerem Papier aus.

      Als weitere Kleinteile waren noch Poller und eine Art Motorwinde zu bauen.


      Bild 3: Weitere Kleinteile

      Dann konnte ich diese „Aussparung“ ausstatten.


      Bild 4: Die Kleinteile wurden eingesetzt

      Die Aussparung besteht aus zwei Stockwerken. Den unteren Stockwerk habe ich jetzt ausgestattet. Den oberen Stockwerk verbindet ein Niedergang. Ich habe mich einmal an dem Kartonmodell versucht. Das Ergebnis war für mich überhaupt nicht zufriedenstellend. Nicht nur das. Das Teil aus Karton war obendrein auch noch viel zu kurz. Da habe ich mich kurzentschlossen für ein Ätzteil entschieden.


      Bild 5: Nicht nur krumm und schief, sondern auch zu kurz

      Dann konnte ich das obere Deck der Aussparung bestücken. Sie bestanden aus drei Kästen mit Fenstern. Fenster schreien natürlich immer nach aussticheln und hinterkleben, was ich dann auch getan habe.


      Bild 6: Aussticheln und Hinterkleben ist angesagt

      Und so sieht das Ergebnis auf dem oberen Deck aus.


      Bild 7: Oberes Deck in der Ausstattung

      Hier fehlen jetzt nur noch die Trennwände und in die Decke muss wiederum ein Niedergang eingebaut werden und dann ist die komplette Aussparung fertig.

      Anbei zum Schluss vielleicht noch eine Gesamtansicht der Ark Royal im aktuellen Bauzustand.


      Bild 8: Gesamtansicht vom aktuellen Bauzustand

      Es gibt im hinteren Bereich des Schiffes noch Aussparungen, die bestückt werden müssen. Um diese kümmere ich mich im nächsten Baubericht. Leider auch mit den nächsten Fehlerchen.

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,
      trotz aller Widrigkeiten ein sehr sauberes Ergebnis.
      NB den Bastelkarton gibt es auch in der Grammatur 120g und wenn es ganz hart kommt, wäre da noch 100 g Papier Das gibt es alles in schöner Qualität von Schneider und Söhne und von Neusiedler.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wir leben in einer Welt worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht.
      (Georg Christoph Lichtenberg)
    • @Christian: Es kommt noch dicker, wie du im folgenden Baubericht sehen kannst
      @Kurt: Hallo Kurt,
      Ich habe Bastelkarton mit einer Grammatur von 160gr., 120gr. und 80gr. Ob die Qualität allerdings an die von Schneider und Söhne und von Neusiedler herankommt kann ich schlecht beurteilen. Ich wollte mit meinen Aussagen, meine Überraschung zum Ausdruck bringen, wenn du bei Kleinteilen zu dicken Karton verwendest.

      Kommen wir einmal zu den weiteren Bauergebnissen:

      Hallo zusammen,

      Heute habe ich wieder genug Material für einen Bericht zusammen. Es geht um die beiden großen Aussparungen auf der Back- und Steuerbordseite.

      Hier kommen zuerst die Segment-Trennwände hinein und dann werden neben Kästen die bekannten Winden und Poller ergänzt.


      Bild 1: Die Aussparungen werden mit Segment-Trennwänden, Pollern und Winden bestückt

      Doch schon bald wird meine Bastelfreude durch die nächsten Fehler getrübt. Es gibt Passungenauigkeiten, hervorgerufen durch schlechte Konstruktion.


      Bild 2: Erste Passungenauigkeiten treten auf

      Die Aussparung auf der Backbord-Seite hat weiße Stellen für das Bauteil 84 (Kasten) an zwei Stellen.


      Bild 3: Das Bauteil 84 in zweifacher Ausfertigung

      Die Bauanleitung unterstützt an einer Stelle diese These noch.


      Bild 4: Die Bauanleitung unterstützt das Ganze noch

      Die erste Stelle, wo ich stutzig werde ist die Tatsache, dass das Bauteil nur einmal existiert. Gut, ich könnte es ja zweimal ausdrucken. Aber eine andere Stelle der Bauanleitung sagt mir auch, dass dieser Platz bereits für ein Boot vergeben ist.


      Bild 5: Andere Stelle der Bauanleitung, der Platz ist eigentlich für ein Boot bereits vergeben

      Ein Blick von oben auf die Bodenplatte der Aussparung gibt dieser Stelle der Bauanleitung Recht.


      Bild 6: Blick von oben auf die doppelt vergebene Stelle

      Durch Nachlässigkeiten des Konstrukteurs häufen sich die Fehler. Ich bin einmal gespannt, ob der Bogen baubar bleibt.

      Was werde ich hier tun? Der weiße Fleck an der Wand wird mit einer Blende überklebt. Farbige Ersatzflächen gibt es im Bogen genug. Dann wird dort das Boot eingebaut.

      Ich frage mich überhaupt: An einigen Stellen werden sich Beiboote befinden. Wenn die Decke einmal drauf befindet, dann wird es für mich schwer sein, diese Beiboote dort einzubauen. Also klebe ich sie lieber vor dem Einziehen der Decke rein.

      Die Bauergebnisse sind für mich sehr unbefriedigend, aber noch lösbar.

      Gruß Axel
    • Moin Axel
      Das Bauteile oft dieselbe Nummer haben und nichts miteinander zu tun haben, habe ich schon bei fast allen Verlagen festgestellt. Angefangen bei HMV über GPM, Halinski und auch Anagard. Das ist noch das kleinste Übel. Für mich ist immer das schlimmste (und dann könnte ich das HB Männchen spielen) wenn das Teil nicht paßt oder gar nicht vorhanden ist. Ich habe auch noch ein paar Bögen von Angraf und (Wandtke) hier liegen, aber ich werde sie diesmal besiegen.

      lg

      Otto
    • @Didibuch: Hallo Dieter,
      dieser Bogen von Angraf ist neu. Ich glaube kaum, dass es bereits einen veröffentlichten Baubericht gibt. Mir ist die Ark Royal auch von keinem anderen Verlag bekannt.
      @Moritzleo: Hallo Otto,
      Ich denke, dieses Problem ist noch lösbar. In der Hauptsache, man durchschaut das Problem. Teile, die nicht in der gewünschten Anzahl vorhanden sind, kann man kopieren. Wenn Teile nicht passen, dann gibt es eigentlich nur zwei Optionen. Entweder man kan sie durch geeignete Schnitte anpassen (wie in dem Fall mit dem nicht passenden Querspant passiert) oder man muss sie neu konstruieren.
      Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, nach jedem Bau einen Bogen zu veröffentlichen, wo meine eigenen zusätzlichen Konstruktionen zu finden sind.
      Ich bin einmal gespannt, ob ich an der Bordwand scheitern werde.

      Gruß Axel
    • apfisdu1 wrote:

      Andere Stelle der Bauanleitung, der Platz ist eigentlich für ein Boot bereits vergeben
      Moin Axel

      ....Möglich wäre ja auch, wenn der Platz dafür reicht, dass das Boot auf den Kasten, der nicht vorhanden ist, gestellt werden soll... man kann den Umriss des Kastens unter dem Boot erkennen...

      Nur so eine Idee...

      Ansonsten wünsche ich Dir Erfolg mit diesem interessanten Modell

      Auf jeden Fall verfolge ich Deinen Bau aufmerksam...

      Liebe Grüße
      Günter
    • Hallo Axel,

      die Boote würde ich auf jeden Fall jetzt schon bauen und einbauen.

      Mit Blenden kann man die Fehler bei 76 und 84 gut verdecken, die Fehler zeigen aber auch, dass hier sehr schludrig konstruiert und auf keinen Fall kontrollgebaut wurde - ich fürchte ich tue Angraf kein Unrecht, wenn ich das als typisch bezeichne.
      Der Konstrukteur, Herr Wandtke, ist, vorsichtig ausgedrückt kontrovers. Wirft hochkomplexe Modelle in rasanter Folge auf den Markt, macht die Bastler nur selten mit denen glücklich.

      Curmudgeon
    • @Günter Plath: Hallo Günter,
      so in etwa hatte ich es auch vorgesehen. Für beides ist leider kein Platz.



      @petcarli: Hallo Fritz,
      bisher sind es nur kleine behebbare Fehler, vor denen ich keine Angst habe. Und einmal ehrlich gesagt, das macht ja auch einen Teil des Reizes unseres Hobbys aus, Lösungen für die Unzulänglichkeiten der Bögen zu finden.
      Ich habe nur vor einer Sache Angst: Wenn ein Fehler auftritt, der nicht reparabel ist und ich müsste den Bau abbrechen. Dann hätte ich viel Zeit und Energie in den Sand gesetzt.

      @Christian: Ich denke auch nicht, dass das mein letzter Fehler war. Solange ich Lösungen dafür finde ist alles gut.

      @Retep09: Vielen Dank. Wie ich bereits beschrieben habe ist das eines der Reize, die unser Hobby ausmachen. Meine Meinung.

      @Curmudgeon: Du sprichst mir aus der Seele.
      Doch schauen wir einmal in den Bogen. Dieser ist nur in polnischer Sprache ausgeführt. Daher denke ich, dass er primär für den polnischen Markt produziert wurde. Für den polnischen Markt scheint ein Veröffentlichen ohne Probebau völlig ausreichend zu sein. Für den deutschen Markt reicht das heute nicht mehr aus. Für Verlage, die etwas auf sich halten werden immer Probebaue durchgeführt und diese werden meistens auch noch öffentlich durchgeführt. Daher muss zumindest hier in Deutschland weder der Angraf/Answer Verlag noch der Konstrukteur Dariusz Wandtke über seinen nicht allzu guten Ruf wundern.
      Ich denke für diesen Bogen mache ich derzeit den Probebau.
      Und wenn man sich einmal die Veröffentlichungen von Herrn Wandtke anschaut; Das ist Fliessbandarbeit. Fliessbandarbeit und Qualität ziehen nicht immer an einem Strang.

      By-the-way: Die Boote ziehe ich vor, wie du im nächsten Baubericht sehen wirst.

      Gruß Axel