Schnelldampfer KWdGr / HMV / 1 : 250

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    • Schnelldampfer KWdGr / HMV / 1 : 250

      Hallo Gemeinde,

      wie immer stellte sich mir die Frage, welchen der zahlreichen Modellbaubögen aus meinem Vorrat ich als nächstes der Schere überlassen werde. Nun, da liegt seit mehr als 20 Jahren noch ein älteres Exemplar bei mir rum. Das Studium des Bogens sagt mir, dass es sich hier um ein Modell handelt, das auch aus dem Angebot von WHV aus dessen "Glanzzeiten" handeln könnte. Sowohl in der Konstruktionstechnik mit Stecklaschen, der "W-Teile", der Ritzmarkierungen etc. Ja, wenn da nicht der Ätzsatz wäre, so wie ihn HMV anfangs zusammen mit den Bögen anbot. Laut Bogenangaben lässt sich der Schnelldampfer aus minimal 1089 Teilen umsetzen, es können aber auch 2071 Teile verbaut werden. Da werde ich wohl hinkommen.

      Jedem Schiffsinteressenten ist ja bekannt, dass "Kaiser Wilhelm der Grosse" die stolze Aera der deutschen Schnelldampfer einleitete, gekrönt mit dem ersten "Blauen Band" der schnellsten Atlantiküberquerung von Europa nach den USA für ein deutsches Schiff.

      Die Umschlagseite



      und eine der beiden Platinen des Ätzsatzes, bereits grundiert.

    • Peter Brand hat die KWdGr konstruiert. In der damals üblichen deutschen Weise. Entgegen der Vorlage habe ich alle Spanten verdoppelt. Auch den Mittelträger habe ich nicht in der Version mit den Klebelaschen belassen, sondern diese weggeschnitten und den Mittelträger ebenfalls verdoppelt. Die für die Länge des Liners wenigen Spanten (23) und die daraus resultierenden weiten Abstände schienen dies für mich geboten.

    • Das Oberdeck 26 hinten war einzufügen. Im Bild ist die "Laschenkonstruktion" zu sehen.



      Als WHV vor einem halben Jahrhundert dieses System einführte, konnte mich das nicht begeistern. Als ich aber nach einem Bericht im Forum die Anwendung "mittig mit Messer einschneiden, dann mit einer Spitze leicht weiten"



      kennenlernte, änderte sich das total. Ich finde die Technik prima. Die Laschen sitzen selbst ohne Verklebung schon richtig fest im Deck. Das Verkleben "von hinten" funktioniert üblicherweise ohne jedwede sichtbare Leimspuren.

      An der einen Seite des Decks habe ich statt der Lasche, zum leichteren Einpassen des Decks, eine Kartonauflage an den Spant geklebt.



      Das Deck ist eingeklebt.

    • Servus Günter,

      da bin ich mit dabei!
      Dieses Modell hat mich fasziniert, seit ich es das erste Mal sah.

      @Norbert: die Ohren müssen angelegt sein, damit man das Deck (mit entsprechendem Ausschnitt) auflegen kann.
      Dann werden die Ohren wieder ausgeklappt und bilden den Spant für den Aufbau.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Moin Günter,
      ein tolles Modell! Ich habe es gleich nach dem Erscheinen gebaut - leider ohne Ätzteile, die ich damals noch als überflüssig empfunden habe. Aber ich habe dazu gelernt. Aber auch pur in Karton ist es ein äußerst interessantes Modell. Übrigens beim Thema Ätzteile, beim Passat Verlag ist die Platine für die Scheer verfügbar für 53€. Ich habe sie gestern bekommen.
      Gruß
      Jochen
    • Hallo Kurt,

      schön, Dich dabei zu wissen. Ich kann mich gut an Deinen Bericht hier erinnern. So lange ist das ja gar nicht her. Ja, das Heck war eine Herausforderung. Die ist mir aber durchaus gelungen. Bilder kommen bald.

      Hallo Norbert,

      herzliches Willkommen auch an Dich. Die Frage mit den gewinkelten Spantenteilen hat Wolfgang ja schon beantwortet. Auf dem Bild mit dem eingeklebten Deck 26 sind die Flügel dann "wieder ausgeklappt". Sie dienen dann sowohl für die gerade Stellung der Wände wie auch als Auflage für das darauf zu installierende Deck.

      Servus Wolfgang,

      da freu ich mich sehr. Die schlanke Rumpfform begeistert da schon alleine.

      Bei uns sind "Kinovorstellungen" aktuell wieder erlaubt. Also auch der Bericht hier dann ruhigen Gewissens.
    • Hallo Günter,

      ich bin schon erschrocken, als ich den Titel las: KWdGr - hatte scbon befürchtet, dass Du coronabedingt vielleicht einen Stimmbandschaden erlitten hast und keine Vokale mehr sprechen kannst so à la Karl Valentin, der da einst sein berühmtes "Wrrdlpfrmmpft" zum Besten gab..... happy1

      Also beim Bau des Großen Willi ist der Nibelung dabei (nicht zuletzt auch, weil der Bogen ebenfalls meine Schublade ziert)!

      Servus
      hvt
      Wenn das Glas halb voll ist, dann ist die Flasche halb leer....

      EIn Dilemma! grins 2
    • Moin Jochen,

      schön, Dich auch wieder zu treffen. Die KWdGr hat unterdessen das Schwimmen gelernt. Und das tut sie gut. Schnittiges Wesen.

      Ich werde wegen der Platine zur Scheer auch bald tätig werden. Habe mir eine bei M.K. reservieren lassen. Muss die noch abrufen.

      Zwischen den vielen Lüftern kann ich die Scheer zur Abwechslung ja dann mal "zwischenschieben" - oder auch anderswo .. wer weiß ?

      L.G.

      Günter
    • Hagen von Tronje wrote:

      Hallo Günter,

      ich bin schon erschrocken, als ich den Titel las: KWdGr - hatte scbon befürchtet, dass Du coronabedingt vielleicht einen Stimmbandschaden erlitten hast und keine Vokale mehr sprechen kannst so à la Karl Valentin, der da einst sein berühmtes "Wrrdlpfrmmpft" zum Besten gab..... happy1

      Also beim Bau des Großen Willi ist der Nibelung dabei (nicht zuletzt auch, weil der Bogen ebenfalls meine Schublade ziert)!

      Servus
      hvt

      Servus Hagen,

      unsere Beiträge scheinen sich vorhin "gekreuzt" zu haben. Eigentlich hätte ich es gleich merken müssen, weil das Forum diese "Doppelbelastung" mal wieder nicht vertragen hatte und sich "aufhängte".

      Zum Glück sind meine Frau und ich selbst vor Corona bisher verschont geblieben. Kommenden Sa bzw So steht uns die zweite Impfung bevor und wir freuen uns auf dann wohl wieder unbeschwertere Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten. Ist ja auch genug, dass das Virus die Mutter, die beste Freundin und einen sehr geschätzten früheren Kollegen auf dem Gewissen hat.

      Da der Schiffsname die Zeilen "gesprengt" hätte, habe ich ihn einfach verkürzt.

      Der Bogen ist ja noch geheftet. Als ich die Bogen trennte, hat der Karton ganz schön gefranzt. AUch beim Ritzen habe ich das schon feststellen müssen. Ob das an der damaligen Qualität des Kartons liegt oder von der langen Lagerzeit stammt? I don't know.

      Tolle Silouette hat der Dampfer. Wirklich so, als wollte er das Wasser "zerschneiden".

      Freue mich, dass Du dabei bist. Gruß an den Knappen.

      Günter
    • Ich bin ja immer bestrebt, meine Modelle möglichst schnell "schwimmfähig" zu machen. Da kam es mir bei der KWdGr gelegen, dass mit den Bauteilen 36/37 die aus jeweils drei Segmenten bestehenden Bordwände schon dran kamen. Auch Teile aus dem Ätzsatz kamen da zum Einsatz. Nicht nur optisch gut sondern auch für die Stabilität.






      Die Bordwandteile sind vor dem Anbringen mit Laschen zu verbinden. Leider ist hier zu erkennen, dass, wohl drucktechnisch bedingt, die Bordwände farblich unterschiedlich ausfallen.





      Da aber noch einige Streifen aufzukleben sind, wird das dann nicht mehr so sehr ins Gewicht fallen.


    • Hallo Günter,

      ich klinke mich auch noch schnell als Zuschauer ein, bevor bei dem
      Tempo der Dampfer fertig ist.
      Das Schiff gefällt mir ebenfalls sehr gut. Die Lüfter-Orgie hat mich jedoch bisher
      davon abgehalten, den Bogen meinem Stapel hinzuzufügen.

      Bin schon gespannt, wie's weiter geht.

      Lieben Gruß
      Ralf

      Sommer- und Winterzeit gehören abgeschafft und durch Mehrzeit ersetzt! happy 2
    • Hallo Günter,

      deinem Bauberichtstempo kann ja kaum das Giro-Tross folgen. Während ich die letzten ca. 40km bis zur heutigen Etappen-Zielankunft am Fernseher verfolgte, ist der Rumpf des KWdGr beträchtlich gewachsen.

      Diesen Baubericht werde ich wieder mit Interesse verfolgen.
      Gutes Gelingen und viel Freude beim Bau!

      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo Torben,

      bist gerne gesehen hier, mit Sicherheit. Viel Spaß.

      Hallo Ralf,

      freut mich. Dich auch unter den Besuchern zu wissen. Ja, ein ganzer Bogen Lüfter wartet auf mich. Aber wenigstens ist der Bogen auch rückwärtig (rot) bedruckt, sodaß ich wenigstens nichts färben muss. Und ein paar "Reservestücke" sind auch mit gedruckt. Für den Fall der Fälle. Für mich schon wichtig. Denn ich baue ohne Netz und doppelten Boden.

      Kennst Du den Schlatthölzles-Weg ? Da habe ich Verwandte.

      Hallo Roland,

      dann will ich Dich gar nicht mehr so lange auf die Folter spannen. Denn unterdessen habe ich "mein Etappenziel" erreicht. Ohne Doping - versprochen.

      Günter
    • Hallo Kurt,

      da siehste mal wieder, was für ein schlechter "Zeuge" ich wäre. Ich hätte schwören können, dass Du den KWdGr gebaut hättest. Sorry. Zum Glück stand ich ja "außer Eid".

      Ja, ging gut voran mit dem Liner. Bei dem Wetter hatte ich halt viel Zeit für's Hobby und die auch genutzt. Denn - der Rumpf ist dicht.

      Den richtigen Ansatz glaubte ich mit dem Ausschnitt des vorderen Zwischendecks gefunden zu haben. Ich habe dann, nach alter Lehre, die Bordwände abwechseln StB/Bb, mal Richtung Heck, dann Richtung Bug, wieder nach hinten usw. mit UHU angeklebt. Seht die Bilder dazu.



      Im Bereich des hinteren Zwischendecks musste man gut aufpassen, dass die schmalen Laschen des Promenadendecks nicht "rausgucken".



      Vor dem für die damalige Zeit typischen Dampferheck hatte ich schon etwas Muffe. Aber, ich nehme es vorweg: Piet hat das Stück so gut konstruiert, dass es besser ging, als gedacht.



      Die Heckzier trug auch noch dazu bei, das schwierige Stück ansehnlich zu machen.



      Auch der Bug ist so lala geworden. Es ging vorn und hinten knapp zu mit den Bordwänden. Nachdem Bug und Heck mit einer im Bordwandton gehaltenen Klebelasche (habe ich vergessen, im Bild festzuhalten) versehen sind, fällt es nicht so auf.



      Wie dem auch sei. Ich konnte es nicht lassen, die KWdGr mal vor den "Nachfolger" Bremen IV zu platzieren.

    • Moin Günter

      Da schaue ich auf jeden Fall zu. Weckt Erinnerungen..................
      Die halb fertige KWdGr (in 1:200) ist leider bei unserem Wasserschaden in den Fluten gesunken und der Nachfolger Bremen IV liegt noch auf dem Stapel der jetzt leider nie mehr gebaut werden wird heul1
      Helmut
      aus dem Bergischen
    • Moin Günter
      Du wirst jetzt feststellen, das du einen weiteren Zuschauer hast. Es sind beides interessante Schiffe aus der Ära der deutschen Schnelldampfer und sie haben den Vorteil, das sie mehr Flair haben, als die heutigen schwimmenden Bettenburgen.
      Ich wünsche dir viel Spaß und ich werde ein guter >Zuschauer sein.

      viele Grüße

      Otto
    • Hallo Ralf,

      da sieht man mal wieder, wie klein doch unsere Welt ist.

      Hallo Helmut,

      das klingt nicht gut - so wünsche ich dann viel Spaß beim Betrachten meines Berichts.

      Moin Otto,

      ich stimme da voll mit Dir überein. Die Kästen von heute könnte man in jeder Trabantenstadt unterbringen, die würden dort gar nicht auffallen weil sie m.E. eher wie Hotelkästen aussehen und nicht wie Schiffe. Schön, dass Du dabei bist.

      Günter
    • Dann stellte sich mir die Frage: wie mache ich es mit dem langen Bootsdeck? Darauf finden mehr oder weniger direkt einige "gewichtige" Teile ihren Platz, die einen stabilen Untergrund benötigen. Deshalb habe ich das eigentlich in einfacher Kartonstärke vorgesehene Deck auf Karton verdoppelt



      und die Klebelaschen dann einfach "weggeschnitten". So sieht dann das Deck auf den Aubauwänden aus.



      Die "Flucht" im folgenden Bild zeigt, dass meine Entscheidung wohl nicht verkehrt war. Auch glaube ich, dass die "lange Relingstrecke" so auch besser angeklebt werden kann.



      Und weil das "Bugbild" vorab etwas unscharf ausfgeallen ist, hier eine "klarere" Ansicht als Zugabe.

    • Hallo Günther,

      hab mich eben durch den Baubericht gewühlt. Welch ein Höllentempo und dann diese Qualität. Echt beeindruckend.
      Ein wirklich tolles Vorbild. Auf die Lüfterorgie bin ich gespannt.
      Und dass das Ganze ohne LC funktioniert, also echt old fashioned, macht es noch interessanter.
      Mein Klappstuhl steht .
      Gruß
      matz

      ____________________________________
      Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.
      (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916 +2001)
    • Servus Kurt,

      ja, der Bogen lacht mich immer mehr an. Auch das wird zu schaffen sein.

      Servus Matz,

      danke für die lieben Worte. Nun, der Ätzsatz zum Modell ist zwar bei weitem nicht so umfangreich wie die neuen Lasersätze von HMV. Dafür bieten sie den Vorteil bei den Relings und Niedergängen. Bald kommen Bilder dazu. Aber eins kann ich jetzt schon sagen, unabhängig davon: der Erwerb und das Umsetzen dieses Liners lohnen sich.

      Danke auch für die "Daumenbegleitung".

      Günter
    • Die ersten Wände sind anzubringen. Bei den Rundungen in Verbindung mit der (alten) Laschendtechnik gar nicht so einfach.



      Das Deck auf das Ruderhaus ist von Haus aus verdoppelt. Ist angebracht. Mit Oberlichtern und Häuschen. Romantisch.



      Die Reling aus dem Ätzsatz ist drauf, samt Niedergang und Stützen. Sind zwar etwas aufwendiger als dieselben Teile aus Lasersätzen, dann aber stabiler un einfach umzusetzen. Da ist dann die Pönerei schnell wieder vergessen.

    • Servus Hagen,

      selbst mit diesen vielen Oberlichtern möchte ich darunter meinen Arbeitsplatz nicht gehabt haben.

      Danke auch für die Daumen.

      Da mir der "Unterbau" für das folgende Deck doch etwas zu instabil erschien, habe ich etwas nachgeholfen.



      Das Deck ist drauf



      samt seitlichen Oberlichtern und den "Aufbauten".

    • Vor dem Anbringen der Reling zwischen Promenaden- und Bootsdeck waren noch Bänke zu fertigen und anzubringen. Der Bogen beinhaltet auch einige einfach gestaltete Liegestühle. Darauf habe ich aber verzichtet.



      Die seitlichen Relingteile werden vorbereitet. Der Vorteil der Ätzreling in puncto Stabilität ist klar. Aber auch der Nachteil des notwendigen Färbens. Den Weißton des Kartons zu treffen - ist mir noch nie gelungen. Deshalb habe ich von den "Kartonrelings" die Streifen ausgeschnitten und auf die geweißelte Ätzreling geklebt. So erreiche ich die "Farbgleichheit".



      Das Anbringen ging dann einfacher von der Hand, als ich es gedacht hatte. aber sicher auch, weil ich das Bootsdeck "verdoppelt" hatte.