HMS Bellona Shipyard 1:96 im Nelson Chequer

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    • Ahoi zusammen,
      @Heros, @Bonden und @Peter_H: Vielen Dank für die netten Kommentare. Bis jetzt scheint das System gut zu funktionieren, wie gesagt. Und ich denke, dass ich nicht bondnen werde happy1 ...jetzt warte ich wirklich auf das Erscheinen des aktuellen Dudens, man glaubt es kaum, aber auch die deutsche Sprache entwickelt sich weiter...und nochmal: Mr. Bonden

      Bonden wrote:

      keinesfalls ernstzunehmende Totalverar***e in schönster Vollendung.
      ...das ist schon ernstzunehmen frech 1 , und dabei keine Verar***e, sondern Ausdruck höchsten Respekts zwinker2 .
      Zu der Frage des Abstands der Juffern:
      Auf dem Bild sieht das weiter aus als in Wirklichkeit, aber es ist schon deutlich weiter als z.B. bei der Mercury.
      Ich habe mich an die Angaben im Lavery gehalten, da sieht das tatsächlich so aus:

      (etwas unscharf...aber: you get the picture foto1 )

      Und da stellt sich an dieser Stelle auch die Frage, welche Segel ich setzen werde und wie detailiert die Takelage wird: Wie erwähnt, werde ich im Rahmen m einer Möglichkeiten bleiben, also weder kleeden noch die allerletzten Details ausarbeiten; und Referenz bleibt der Lavery und die Bauanleitung rotwerd1 .
      Und so stelle ich mir das vor, der Bildausschnitt unten stammt aus einem Bild von Geoff Hunt, "HMS Captain entering Portoferraio"; abgedruckt in dem Buch The Naval Art of Geoff Hunt:



      Das sieht sehr nach entspanntem Segeln im Blockadedienst aus, und so dieht man auch gut das "Spinnenetz" der Takelage zwinker2
      ...und wenn man hier genau hinschaut, erkennt man auch, dass die Taljereeps (wieder was gelernt grins 3 ) relativ lang, die Hängemattsnetze am Poopdeck relativ prominent sind und als Einstiegshilfe in die Wanten dienen können. Oben in den Topps sieht das anders aus...
      Jetzt mach ich hier aber mal kurz Pause, mein Sohn hat mich zu einer Stippvisite in die Fliegerei überredet frech 2 , aber ein/zwei Wanten nebenher einzubinden soll jetzt nicht das Problem werden.
      Bis die Tage und liebe Grüße
      Nat
    • Hallo Nat

      Deine Referenzen scheinen hier auch tatsächlich anders zu sein als die Theorie von Oondfeld, Schrage, etc. und beweist einmal mehr, dass Theorieund Praxis oftmals weit auseinander klaffen.

      Nat Drinkwater wrote:

      noch die allerletzten Details ausarbeiten
      Mein Reden! Immerhin arbeiten wir im Massstab 1:96. Da habe ich festgestellt, dass oftmals weniger mehr ist.
      Es stellt einem halt immer wieder die Frage Originalgetreu vs. Übersichtlichkeit. Und da muss sihc jeder für seinen Weg entscheiden. ich bin da wohl eher auf der Übersichtlichkeits-Seite - ehrlich, oftmals auch aus Faulheit lala1


      Nat Drinkwater wrote:

      ...das ist schon ernstzunehmen , und dabei keine Verar***e, sondern Ausdruck höchsten Respekts .
      und genau so war es gemeint!

      Geoff Hunt, ich liebe seine Bilder, das von Dir erwähnte Buch steht auf meiner Wunschliste....bald ist Geburtstag hüpf1

      Beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Ahoi zusammen,
      @Peter_H: Ich merke schon, da sind wir, was den Bau von historischen Seglern im Maßstab 1:96 angeht, auf der gleichen Wellenlänge daumen1 ...
      Obwohl ich gerade mehr bei den Fliegern rumhänge, hat der heutige sonnige Tag mich zurück in die Werft gelockt...und mich in einen regelrechten flow gezogen. Jedenfalls sind die Backbord-Fockmast-Rüsten jetzt tatsächlich fertig hüpf1 . Und das hat mit den Ätzteilen von Daniel Fischer dermaßen Spaß gemacht, dass ich es kaum erwarten kann, an Steuerbord weiter zu machen.
      Vielleicht aber erst ein paar Bilderchen vom Baufortschritt:


      Als ich hier angelangt war, bemerkte ich, dass doch, obwohl die Taljereeps noch nicht voll durchgesetzt waren, schon ordentlich Druck nach hinten auf den Topp wirkte. Besser sich jetzt schon um das Vorstag zu kümmern (wie war das mit Druck-Gegendruck haue 3 )...
      Also ab zum Bugspriet. Nun braucht es ja für eine einigermaßen korrekte Verstagung vorn einen Stagkragen, auch wenn der Bausatz hier zwei Herzblöcke vorsieht. Das ist aber schnell konstruiert:



      Dann bemalt und ausgeschnitten...und eingebunden:



      Daneben liegt schon das Stag mit Auge, in das die "Maus" festhaken soll...und die wollte ich ursprünglich mit einer mit dünnem Faden umwickelten Perle darstellen, da das aber meine Fähigkeiten überstieg, habe ich nur einen Knoten gebunden, diesen in Weißleim getunkt und bemalt...geht auch...und auf dem Bild wegen des blöden Autofokus nur zu erahnen:



      jetzt noch vorne einbinden und zart spannen:



      Na, das hat schon ordentlich Zug nach hinten gekontert. Jetzt kann es beruhigt an den Rüsten weitergehen...
    • ...und direkt weiter:
      Die restlichen Wanten waren mit meiner Methode von oben schnell und verblüffend gut auf einer Ebene einzubinden - gut, kleine Abweichungen gibt es, aber die waren sicher auch in Wirklichkeit so verlegen1 :



      Und hier sind auch schon sämtliche Rüsteisen eingebracht und vernagelt. Mein Vorgehen sah so aus: Zunächst das zweite Eisen aufbiegen (es ist hier deutlich zu lang), auf die entsprechende Länge zurückbiegen, oben abknipsen und zusammenbiegen:



      Dann mit dem dritten Eisen zusammen einhängen und die richtige Orientierung nehmen, an der Stelle des ersten Nagels eine Markierung mit einer Nadel setzen und fröhlich und mutig mit einem feinen Bohrer (hier 0,5 mm) vorbohren:



      Dann kann das abschließende Eisen mit einem kleinen Nagel oben leicht fixiert werden, das untere Loch wieder mit Nadel markiert und dann vorgebohrt werden...et voilà:



      Jetzt nur noch schwarz einfärben...
      und Pause machen, denn bevor ich den Schweinsrücken (danke, @Bonden grins 3 ) jetzt anbringe, muss noch eine 2,5 mm-Juffer eines Backstages in die Rüste, sonst kann die Abschlußleiste nicht dran. Die müssen aber erst mindestens einen Tag richtig durchtrocknen, bevor ich die Löcher nachbohren kann. Die Teile sind vorbereitet, morgen geht´s weiter freu 2 ...
      Bis dahin und liebe Grüße
      Nat
    • Hallo Nat

      Wunderbare Fortschritte!
      Vielen Dank für die genaue Beschreibung, wie Du die Rüsten angebracht hast. Werde ich mir rauskopieren und in meinen Ordner "Tipps und Tricks ablegen daumen1

      Nat Drinkwater wrote:

      Vielleicht aber erst ein paar Bilderchen vom Baufortschritt:
      Jetzt habe ich doch glatt "ein paar Bierchen" prost1 gelesen....und das am frühen Morgen.....Nein, ich habe kein Alkoholproblem! happy1

      Beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

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    • Ahoi zusammen,
      @Peter_H: Vielen Dank für die Blumen. Die Ätzplatinen von Daniel Fischer sind aber auch einfach genial und es lässt sich super damit arbeiten daumen1 ...
      Wobei, der Vorschlag mit den Bierchen ist schon ganz in Ordnung, denn: Die Taljereeps sind durchgesetzt und der Schweinsrücken angebracht; links noch unlackiert und nur vorgespannt, rechts fertig happy 2 :



      ...und sogar auf der Steuerbordseite:



      Jetzt fehlt nur noch das zweite Vorstag, dann geht es zum ersten Mal an die Webeleinen. Ich freu mich schon jetzt auf das meditative Arbeiten verlegen2 ...
      Bis dahin und liebe Grüße
      Nat
    • Nat Drinkwater wrote:

      Ich freu mich schon jetzt auf das meditative Arbeiten
      Im Gegensatz zu Fritz bin ich da voll und ganz bei dir. Beim Wantenknüpfen kann man sich wunderbar in alle möglichen Gedanken versenken - eben weil es eine Tätigkeit ist, die zwar auch Konzentration erfordert, aber eher so eine unterschwellige - hat man erst einmal seinen Takt gefunden, läuft es von ganz allein. Ich habe dabei zum Beispiel dabei gern die Hörbücher der Aubrey-Reihe von POB gehört. happy 2

      fertig gebaut: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Ahoi zusammen,
      lange hab ich mich hier nicht mehr gezeigt...zuviel Bildschirmarbeit beruflich, da ist man froh, wenn das Ding auch mal aus ist.
      Aber tatsächlich: Webleinenknüpfen hat etwas meditatives, allerdings erst, nachdem ich das Rätsel der "Endknoten" gelöst hatte denk1 .
      Zuerst hatte ich das an den äußeren Wanten mit Gerüstknoten bzw. zwei halben Schlägen probiert...das Ergebnis überzeugte mich leider nicht, offenbar kam ich da mit der Feinmotorik an die Grenzen...
      Also wende ich jetzt einfach den Webleinstek durchgängig an, und das macht richtig Spaß und man kommt in einen regelrechten beruhigenden flow...und dabei ist es tatsächlich schön, Hörbücher zu hören, ich höre dabei gerade mal nicht etwas, was mit der Royal Navy zu tun hat, sondern Ben Aaronovitch´s Reihe über Peter Grant (Rivers of London)...im Moment bin ich bei Band acht, der in Deutschland spielt und einen neuen Charakter namens Tobias Winter einführt...eindeutig der bessere Harry Potter!
      Viel Zeit konnte ich mir dafür nicht nehmen, aber die ersten fünf Reihen auf beiden Seiten sind fertig:



      ...wie auch die letzten geöffneten Geschützpforten:



      Ich melde mich wieder, wenn ich "oben" bin zwinker2 ...
      Bis dahin und vielen Dank für die netten Kommentare und Daumen (@petcarli, @Bonden, @Heros und @SchnippSchnapp)
      Nat
    • Hallo Nat,

      da muss ich doch spät, aber hoffentlich doch noch nicht zu spät. hier mal reinsehen - gefällt mir sehr gut, der Segler bisher! klasse1

      Servus
      hvt
      Und täglich grüßt das Murmeltier - die bundesdeutsche Version seit Januar:
      Demnächst ist mit steigenden Liefermengen bei den Impfstoffen zu rechnen!
    • Nat Drinkwater wrote:

      Also wende ich jetzt einfach den Webleinstek durchgängig an, und das macht richtig Spaß und man kommt in einen regelrechten beruhigenden flow...
      Hach, kommt mir das bekannt vor! happy 2 Und das bisherige Ergebnis zeigt genau das, was man erwartet, wenn man deine von mir zitierten Zeilen liest. Da knüpft jemand sehr sauber und in aller Ruhe die Wanten. Auch das Verhältnis von Wantenstärke zur Stärke der Webleinen sieht genau richtig aus. Klasse! daumen1
      Die Taljereeps zum Öffnen der Stückpfortendeckel wissen ebenfalls zu gefallen.

      Gruß

      Bonden

      fertig gebaut: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Ahoi zusammen,
      nur ein kleines Update: mittlerweile sind wir bis zur Hälfte, bzw. etwas darüber hinaus, hochgekrabbelt. Ein bißchen schwer tat ich mich mit der gängigen Methode, eine Musterpappe hinter die Wanten zu legen, um den korrekten Abstand hinzubekommen. Da kam ich immer wieder ins Gehege, wenn ich hinter das Want fasste, um den Webleinstek festzuzurren. Irgendwann flog sie deshalb in die Tonne. Aber wie jetzt den korrekten Abstand hinbekommen?
      Da fiel mir auf, dass ich jedesmal den Mittelfinger der linken Hand exakt an die gleiche Stelle hinter die Wanten legte...also: flugs zwei Striche im richtigen Abstand auf die Fingerkuppe tätowiert (natürlich nur mit Kuli verlegen2 ).
      Jetzt konnte das weitere Knüpfen barrierefrei weitergehen:



      ...auch wenn die nächsten Knoten da etwas verrutscht aussehen, sie wurden vor dem Sicherungsklebstofftropfen noch eingerückt happy 2 . Ich geh übrigens immer parallel vor: 5 Webeleinen backbord, 5 Webeleinen steuerbord...

      In der Zwischenzeit konnte auch der Klüverbaum angebracht werden, denn der muss ja vor dem Anbringen des Fockpreventerstags dran sein, zum Bugspriet hin wurde das ganze mit einer Lasching gesichert:



      Und zum Schluß noch ein sonniger Gartengruß im Überblick, heute abend geht es dann weiter, bis morgen Abend will ich im Topp sein.



      Bis die Tage und liebe Grüße
      Nat
      ...und vielen Dank für die Kommentare und likes (@Bonden, @Hagen von Tronje, @petcarli, @Heros und @SchnippSchnapp)
    • Ahoi in die Runde,
      na, war doch gar nicht so schlimm; die Webeleinen habe ich als wesentlich schönere Arbeit empfunden als das langwierige Zimmern der Lafetten und das Kupfern des Rumpfes. Da war es wesentlich schwieriger, die Motivation aufrechtzuerhalten rotwerd1 .
      Eine Sache allerdings ist mir aufgefallen, die ich wohl nachträglich noch ändere bzw. beim Großmast anders mache. Im Marquardt (meiner verlässlichen Quelle der Inspiration) steht, dass ab ca. 1800 in die Unterwanten Spreizlatten eingearbeitet waren, die zum einen dazu dienten, die Wanten etwas zu spreizen (daher der Name frech 1 ) und als Aufnahme für weitere Belegnägel dienten (man kann ja nicht genug davon haben), zum anderen aber auch dafür sorgten, dass sich die Wanten nicht verdrehten...und genau das haben diese sturen Dinger bei mir getan. Ich werde also hier, obwohl der Plan das so nicht vorsieht, ebensolche anbringen...der Zimmermann ist schon auf dem Weg arbeit2 ...
      Die Webeleinen selbst fallen in dem Maßstab kaum direkt auf, das verwendete Nähgarn (ja, tatsächlich...und das ließ sich super verarbeiten) hatte genau die richtige Stärke und Farbe, meiner Meinung nach zumindest.



      jedenfalls bin ich jetzt oben, und das Fockpreventerstag kann an den Bugspriet bzw. den Klüverbaum gesetzt werden:



      Als nächstes kommen jetzt die Blöcke für die Fallen der Fockrah, der Vortopp und die Hahnepoten, und dann geht es mit Schwung an den Großmast, wo eigentlich eine repeat performance bevorsteht: genau das Gleiche, nur etwas größer freu1 .
      Bis dahin und liebe Grüße besonders auch an alle Beobachter und Daumendrücker (@Bonden, @Heros@, @Moritzleo und @SchnippSchnapp)
      Nat
    • Ahoi in die Runde,
      @Hagen von Tronje: Schön, den Nibelung an Bord zu haben...ich denke, bei den Marines ist noch eine Koje frei happy 2 ..
      @petcarli: Fritz, das Nähgarn ist einfach 0,1 mm starkes, also das feinste wo gibt von Gütermann. Das fusselt nicht und hält sehr hohe Belastungen aus...und das gibt es sehr preiswert in jeder Farbe happy 2 . Ich mache damit, zumindest in dem kleinen Maßstab, sehr gute Erfahrungen.
      @Juergen: Da bin ich eher zufällig drauf gekommen...aber eigentlich firmiert das eher unter der Rubrik "Kleine Mogeleien" verlegen1 . Fakt ist aber, dass mir damit die Knüpferei viel schneller und leichter von der Hand ging als mit der Pappe dahinter, aber man muss schon höllisch aufpassen, dass die Webeleinen gerade bleiben...meine sind am Schluß dynamisch nach vorne gekippt, aber kein Grund zu bondnen, da muss man schon genau hinsehen rotwerd1 ...

      Es ging dann doch schneller weiter, als ich dachte. Die Rahtakel waren mit diesen "Wickeln" doch eher knifflig am Topp zu befestigen, da die untere Wicklung der Zurring ja keinen Halt hatte, wo man sie gegen spannen konnte. Da war Geduld und Leim gefragt...
      Ich habe zuerst den eingebundenen Block...


      an den Mast geklebt,



      dann die Zurring drumrum gewickelt (mit Klebepausen) und das Tau des Block dann abschließend unten an der Zurring zugeknotet.



      ok, das kann man jetzt hier nicht so gut sehen...
      In der Zwischenzeit wurde schon mal die Fockmars gebaut. Ich Depp hab natürlich übersehen, dass die drei Teile im Lasercut waren und froh auf 0,5 mm-Pappe aufgedoppelt...was sich aber als Glücksgriff erwies, denn so konnte ich mit ein bißchen Mehrarbeit die Bretter auf der Marsoberfläche (für die Science-fiction-Freunde) nachbilden:



      Alle Löcher wurden wieder nachgebohrt, dann das Ganze schwarz gestrichen, und auf die Bretter "genagelt":



      Bevor wir uns an die Hahnepoten machen (für mich absolutes Neuland) eben noch das kleine Bondning:
      Die Spreizlatten musten ja unten rein, also die erste unterste Webeleine gekappt (autsch, das tat weh rotwerd1 ) und eine Latte individuell angepasst, hier der Rohbau (die soll von binnenbords eingeklebt werden und mit der dünnen Latte nach vorne abgeschlossen werden):



      Auch weitere Vorarbeiten lassen nun große Ereignisse erwarten: Es geht an die Hahnepoten, hier der Block und die Hahnepoten-Abstandshalter-Durchführungs-Latte dafür (wie heißt das Ding genau?), vorbereitet und angebracht:



      dazu das Chaos am Fockmast:



      ...und jetzt muss ich nur noch den Mut aufbringen, die Spinnerei anzufangen, in mehrfacher Hinsicht augenbraue1 ...
      Bis die Tage und liebe Grüße
      Nat
    • Ahoi in die Runde,
      ich bin immer wieder gerührt von der großen Runde der Daumendrücker (@Heros, @petcarli,@Hagen von Tronje, @J.G.Christoph,@Juergen und @Retep09); vielen Dank für eure motivierende Begleitung danke1 .

      Ich muss zugeben, der nächste Schritt kostete Überwindung, denn so etwas wie Hahnepoten bin ich noch nie angegangen; gut, die Vorarbeit war jetzt nicht so schwierig, aber wenn ich mir die Latte ansehe, die ihr hier so ansetzt - und da geht der Blick in viele Gesichter und in eine illustre Runde - dann liegt die doch verdammt hoch, die Gefahr zu reißen, macht da schon etwas nervös rotwerd1 .
      Aber gut, gekniffen wird nicht, flugs zur Garnrolle gegriffen und ordentlich Meter abgerollt, denn bei dieser "Spinnerei" geht schon einiges an Tau drauf.
      Zunächst ein Knoten an ein Ende, dann mutig von unten durch die Marskante und nach vorn, dann durch das oberste Loch der "Hahnepoten-Abstandshalter-Durchführungs-Latte", und auf der anderen Seite wieder von oben in die Mars...



      ...dann von unten in das nächste Loch außen und von oben wieder nach vorn...



      ...und so entsteht wie von Zauberhand ein schön anzusehendes Geflecht, das nur noch vorn mit dem Block leicht gespannt werden braucht...
      und bei der Herstellung extrem Spaß macht freu1 . Allerdings hat sich der vordere Block dabei erstmal zerlegt, er konnte aber in situ zum Zusammenhalt überredet werden frech 2 .
      Und so sah das ganze dann nach ca. einer Stunde entspannter Arbeit aus:



      Fürs erste Mal bin ich glücklich und zufrieden verlegen2 ...
      Ach ja, das Bild der Spreizlatten fehlt noch:



      Jetzt mit neuem Schwung an die Marsjuffern...
      Bis dahin und liebe Grüße
      Nat
    • Ahoi @Nat Drinkwater deine Hahnepoten sehen echt toll aus! Dennoch, ein kleiner Hinweis sei gestattet: Die Hahnepoten sind Bestandteil des stehenden Gutes, die darfst du gern noch dunkel färben. Andererseits hast du ja kein extrem helles Garn gewählt - also das passt dann schon. zwinker2
      Deine Webleinen wissen auch zu gefallen. Und die paar Bögen, die da noch nach oben statt nach unten zeigen, kriegst du locker mit etwas verdünntem Weißleim dressiert. Dein Schiff wird immer schöner! daumen1

      Gruß

      Bonden

      fertig gebaut: HMS Mercury
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    • Hallo Nat

      Ich bin begeistert ob Deiner Takelarbeit!
      Damit brauchst Du Dich absolut nicht zu verstecken, im Gegenteil.
      Und was die illustere Runde angeht, so bin ich mir so langsam am angewöhnen, mich nicht damit vergleichen und das Modell nach meinen Fähigkeiten zu meiner Zufriedenheit zu bauen.

      Beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

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      Meine versemmelten Werke
    • Ein herzliches Ahoi in die Runde,
      vielen Dank für die Blumen (@Peter_H, @Retep09, @petcarli und @Bonden)...och, ich war eigentlich selbst überrascht, wie schön die geworden sind. Hat auch echt Spaß gemacht und jetzt freu ich mich dieses Wochenende auf die Juffern am Mars grins 3 ...
      Ich hab übrigens das gleiche dunkle Garn wie für die Taljereeps genommen, das wirkt auf den Fotos heller als in Wirklichkeit, aber vielleicht nehm ich bei Großmars etwas dunkleres, ich hab ja noch zwei Hahnepoten vor mir freu 2 ...

      Peter_H wrote:

      Und was die illustere Runde angeht, so bin ich mir so langsam am angewöhnen, mich nicht damit vergleichen
      ...aber Peter, wie war das mit dem Licht und dem Schemel zwinker2 ?
      Also bis bald und liebe Grüße
      Nat
    • Ahoi zusammen,
      mit der Takelarbeit ändert sich auch der Arbeitsrhythmus: Für die einzelnen Vorhaben nimmt man sich doch tendenziell jetzt etwas mehr Zeit. Will heißen: Gab es beim Rumpf auch mal Gelegenheit, sich einfach mal abends oder in einer stillen Stunde an den Basteltisch zu setzen, um eine Planke, eine Lafette, eine Belegbank zu zimmern, so verlagert sich die Arbeit an der Bellona zunehmend auf freie Tage und das Wochenende, wenn man sich auch mal mehrnZeit nehmen kann...
      So konnte ich letzten Samstag in ungestörter Arbeit einiges erledigen: die Püttingswanten backbord an der Fockmars, den Aufbau des Großmastes, die nächsten vier (geschlossenen) Geschützpfortendeckel und die Treppchen an der Backbordseite, nicht alles im einzelnen dokumentiert, weil hier tendenziell nichts bahnbrechend Neues passierte.
      Das Vorgehen bei den Püttingswanten werde ich an der Steuerbordseite nochmal genauer vorstellen, denn die haben mir doch an der einen oder anderen Stelle etwas Kopfzerbrechen gemacht...
      Nur soviel sei schon verraten: Die "Wurst" besteht einfach aus schwarz lackiertem Messingdraht, das schien mir für 1:96 die eleganteste Lösung. Und so sieht es bisher aus:



      ...mit der Belichtung muss ich wohl noch etwas besser umgehen verlegen1 ...
      zwischen den "Knüpfarbeiten" und erforderlichenTrockenzeiten wurden schon mal alle Mastteile verstärkt und ausgeschnitten, hier noch unlackiert. Merke: Bei shipyard gelten die Angaben für die endgültige Breite; soll der obere Mastteil also 6 mm breit werden, klebe ich die Teile aus dem Bausatz insgesamt auf fünf 1mm starke Kartonstreifen. Mit dem Leim dazwischen und den beiden Teilen aus dem Bausatz kommt man genau auf 6 mm.



      Die Mastringe wirken auf dem Foto irgendwie schief, am realen Objekt sieht das gerade aus lala1 .Oben kommt wieder ein Draht zur Verstärkung rein, und dann können wir ihn schon mal probehalber positionieren:



      Und so sieht die HMS Bellona im Überblick bislang aus:





      Der nächste Feiertag naht, dann kommt wie versprochen der detaillierte Bericht über die Püttingswanten.
      Bis dahin und herzliche Grüße
      Nat
    • Ahoi zusammen,
      als nächstes sollten ja wie versprochen die Püttingswanten (wenn der Begriff richtig ist, also die Dinger, die oben zum Mars führen grins 3 ) angebracht werden (@Jürgen zwinker2 ), wobei ich aber nicht so recht weiß, ob ich als "Unterweiser" tauge rotwerd1 . Ich neige ja, wie ihr wisst, dazu, mir das Leben etwas einfacher zu machen und nicht jedes Detail auszuarbeiten - ich zumindest komme da in dem Maßstab an meine Grenzen...
      Gehen wir es an:
      Zunächst werden wieder die kleinen Juffern (3 mm) in die Ätzteile von Daniel Fischer gepresst, die wieder etwas zu groß sind, aber mit leichtem Druck mit einer kleinen Zange passend gemacht werden können, anschließend werden die filigranen Häkchen eingebunden, sechs Stück an der Zahl:



      Da die Metallösen doch etwas breiter sind als die vorgesehenen Bohrungen auf der Mars, muss mutig mit einem 1,6 mm-Bohrer geweitet werden...das Material hält es aus schwitz1 :



      Nun geht es um die Wurst, bei mir ein dünner Messingdraht, den ich schwarz anmale, hier ist er, um ihn besser zu zeigen, noch nicht gefärbt. Das ganze wird mit zwei Sicherungsknoten rechts und links fixiert:



      Man merkt hier den Versatz der Webleinen, die leicht nach vorn kippen...find ich aber nicht soo schlimm...
      Jetzt die Juffern oben einhängen - nicht kleben - und in die Ösen unten die Häkchen einhaken. Je nach Quelle liegt die Wurst übrigens vor oder hinter den Wanten, beides kam wohl vor, ich habe mich für die hintere Version laut Bauplan entschieden...
      Das Want wird nun zwischen dem ersten und zweiten Want von vorn durchgeführt und hinten um das zweite Want wieder nach vorn, dann seitlich nach unten am zweiten Want fixiert, zunächst nur mit Leim:



      ...dann mit einem dünnen Garn festgebunden:



      Wenn das trocken ist, möglichst nah am Knoten abschneiden und das nächste Want in gleicher Form durchführen, dabei nur leicht spannen, und so sehen alle sechs dann aus:





      Die Spannung hoffe ich dann dadurch zu bekommen, wenn ich die Taljereeps am Mars oben durchsetze...darum sind die Juffern da auch nicht festgeklebt verlegen1 ...
      Mal sehen, ob das klappt. Jetzt muss nur die Schwichtung zwischen den beiden Würsten rein und dann geht es endlich an den Großmast daumen1 .
      Bis dahin
      und vielen Dank für die ja 2
      Liebe Grüße
      Nat
    • Servus Nat,

      sehr gute Erklärung von dir. daumen1
      Die Püttingswanten bekommen in einem weiteren Arbeitsschritt noch Webleinen, nehme ich an ? kratz1

      Ist schon filigrane Detailarbeit die du hier zeigst. Super.



      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Ahoi zusammen,
      ein kurzes update...
      @Juergen: Ja, Webleinen kommen noch, die mach ich aber in einem Rutsch mit den Marswanten oben...
      Die Schwichtung habe ich noch nicht machen können, da ich noch überlege, wie ich die herstellen soll, damit sie auch gespannt bleibt. Wahrscheinlich kommt einfach ein Knoten außen mit einem halben Schlag innen zur Sicherung, und das Gleiche bei leichter Spannung dann auf der anderen Seite...und das ganze dann viermal denk1
      Immerhin steht jetzt schon der Großmast fest im Schiff, die ersten Wantenpaare sind aufgezogen. Vorher galt es aber wieder, die Masttakel überzulegen, und da musste ich doch lesen, dass diese um 1800 nicht mehr mit einem Block (wie am Fockmast umgesetzt), sondern mit einfachen Kauschen ausgerüstet waren, in die dann bei Bedarf die entsprechenden Takel eingehängt wurden. Wo krieg ich denn jetzt solche Kauschen her? Die Lösung kam unter der Dusche - nicht wie bei Archimedes, dem fielen die besten Dinge ja im Bade ein zwinker2 .
      Abgetrocknet und an die Schneidematte: Zwei dünne ein Millimeter breite Pappstreifen über einen Zahnstocher gerollt und geklebt, grau angemalt...und schon haben wir eine wunderschöne und stabile Kausche:



      Dann in derselben Manier wie beim Masttakel am Fockmast zusammengebunden und geklebt und vor den Wanten über den Topp gelegt...und damit das nicht so rumbaumelt, haben die hands das mal eben mit einem Tau gesichert:



      Und wo ich mir das Schiff so anschaue, fällt mir auch endlich auf, was mich tatsächlich schon länger stört: Die Hängemattsnetze an der Kuhl sind irgendwie zu gelb. Alle Bilder (z.B. bei Geoff Hunt) zeigen die Segeltuchabdeckungen in einem etwas schmutzigen Weiß...also schnell umgepönt...



      ja, das sieht besser aus, finde ich...
      So, dann melde ich mich wieder, wenn die Wanten dran sind...same procedure as last mast...
      Vielen Dank an alle treuen Beobachter und liker...und für die Blumen rotwerd1
      Bis die Tage und liebe Grüße
      Nat